Glossar Buchstabe O

Mit freundlicher Genehmigung vom ZVK

Obduktion, Autopsie, Nekropsie, Sektion
Leichenöffnung zur Feststellung der Todesursache

Offizin
veraltet für Apotheke

Ohrenspiegel, Ohrenspekulum
(lat.: speculum = Spiegel); medizinisches Instrument zur Betrachtung des äußeren Gehörganges.

Okklusion
Zahnmedizin: normale Schlussbissstellung der Zähne

Olfaktometrie
Überprüfung des Riechvermögens

Omarthritis
Schultergelenkentzündung

onko-
Wortteil Geschwulst-

Onkologie
Lehre von den „malignen“ (bösartigen) Geschwülsten (Krebs)

Opazität
Maß für die Lichtundurchlässigkeit von Stoffen; das Gegenteil von Opazität ist die Transparenz (Lichtdurchlässigkeit).

operieren
eingreifen; eine Operation vornehmen

Ophthalmologe
Augenarzt

oral
durch den Mund

Oralchirurgie
Die Oralchirurgie ist ein Fachgebiet der Zahnheilkunde. Oralchirurgen sind Zahnärzte, die sich im Rahmen einer mehrjährigen Weiterbildung auf operative Eingriffe innerhalb der Mundhöhle spezialisiert haben. Zu solchen operativen Eingriffen gehören z. B. die Entfernung von Weisheitszähnen, die so genannte Wurzelspitzenresektion oder das Setzen von Implantaten. Die operative Entfernung von Zähnen, speziell von Weisheitszähnen, gehört zu den am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten eines Oralchirurgen. Oralchirurgische Eingriffe können meist in örtlicher Betäubung bei vollständiger Schmerzfreiheit vorgenommen werden. Was ist der Unterschied zwischen Oralchirurgie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG)?
Die Oralchirurgie ist als Teildisziplin der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zu sehen. Während Oralchirurgen Zahnärzte sind, die sich im Rahmen einer Weiterbildung auf operative Eingriffe innerhalb der Mundhöhle spezialisiert haben, erfordert die Fachbezeichnung als Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie (MKG) ein abgeschlossenes Studium sowohl der Zahnmedizin als auch der Humanmedizin und anschließend eine vierjährige Weiterbildung in einer Fachklinik.

Orale Rehabilitation
Größere Wiederherstellungsmaßnahmen zur Restauration der Gebissfunktionen.

Oralphobie
Als krankhaft zu bezeichnende Angst vor der zahnärztlichen Behandlung. Für eine Therapierung ist die eindeutige Abgrenzung zwischen „nur“ Angst und Phobie nötig.

Orchidopexie
Verlagerung eines Hodens in den Hodensack bei Kindern.

Organspendeverfügung
Mit der Organspendeverfügung entscheidet man, ob und welche Organe man nach seinem Tod spenden möchte.

Orofaziale Regulationstherapie
Die orofaziale Regulationstherapie wird bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern bzw. Gruppen von bestimmten Krankheitsmerkmalen empfohlen. Die Therapie wird unter anderem angewandt bei Säuglingen mit Saug- und Schluckstörungen, nach Operationen im Gesichtsbereich, bei Störungen der Lautbildung, bei mangelhaften Funktionen des Mundschlusses mit unzureichender Kontrolle des Speichelflusses oder auch als vorbeugende Behandlung bei Frühgeborenen.

Orthese
Eine Orthese ist eine durch Orthopädietechniker hergestellte technische Hilfe, die zur Unterstützung von eingeschränkt funktionstüchtigen Körperteilen zum Einsatz gebracht wird.
(Quelle: WIKIPEDIA-Die freie Enzyklopädie)

ortho-
Wortteil: richtig, gerade

orthomolekulare Medizin
Behandlung von Krankheiten mittels Vitamin- und Mineralstoffverabreichungen.

Orthoptik
Sehschule

Orthopädie
Fachgebiet der Medizin, das sich mit der Entstehung, Verhütung und Behandlung angeborener oder erworbener Störungen und Anomalien in Form oder Funktion des Stütz- oder Bewegungssystems befasst.
(Quelle: ZVK)

Orthopädie, Ergotherapie in der
In diesem Fachgebiet werden Patienten aller Altersstufen mit Störungen aus den Bereichen der Orthopädie (= Behandlung von Störungen der Bewegungsorgane), Chirurgie (= operative Heilkunde), Traumatologie (= Teilgebiet der Chirurgie, welches sich mit den Auswirkungen von Verletzungen beschäftigt), und Rheumatologie (Muskel- und Gelenkerkrankungen) behandelt.
Dies sind beispielsweise angeborene Fehlbildungen des Rumpfes, der Arme und Hände, Abnutzungserscheinungen und Erkrankungen der Wirbelsäule und anderer großer Gelenke, Verletzungen von Knochen, Muskeln, Sehnen und Nerven, Amputationen, Lähmungen von Nerven.
Die Beweglichkeit wird wieder hergestellt, die Muskulatur gekräftigt und die Geschicklichkeit und Koordination beider Hände und der einzelnen Finger normalisiert.
In der Ergotherapie lernt der Patient, seine Kräfte zu nutzen und durch veränderte Verhaltensweisen und Arbeitsabläufe eine bleibende Behinderung auszugleichen.

Orthopädische Rheumatologie
Orthopädische Rheumatologie umfasst die Erkennung und Behandlung der Auswirkungen rheumatischer Erkrankungen auf den Bewegungsapparat. Behandelt wird operativ (chirurgisch) und physikalisch (Krankengymnastik und Ergotherapie, aber auch Anwendungen von Kälte, Wärme oder elektrischen Strömen.

orthos
griech. = aufrecht, gerade

Osteodensitometrie
Knochendichtemessung

Osteopathie
osteon (griech.) = Knochen
pathos (griech.) = Leiden

1. Bezeichnung für Knochenerkrankungen:
Es gibt angeborene Knochenerkrankungen (z. B. Glasknochenkrankheit) und krankhafte Knochenerkrankungen (z. B. durch Infektion).

2. Bezeichnung einer Behandlungsform (Heilkunde):
Mit Hilfe dieser Behandlungsform werden Funktionsstörungen des Körpers erkannt und behandelt. Die Osteopathie ist eine ganzheitliche, naturheilkundliche, manuelle Heilmethode. Sie wird z. B. angewandt bei Verletzungen des Skeletts und zugehöriger Muskeln und Bänder, Unfallverletzungen, Hexenschuss.
Der Begriff „Osteopath“ ist gesetzlich nicht geschützt, da es in Deutschland bislang keinen eigenständigen Beruf „Osteopath“ gibt. Da die Osteopathie in Deutschland zur Heilkunde zählt, darf sie nach deutschem Recht durch Ärzte und Heilpraktiker ausgeübt werden. Physiotherapeuten arbeiten osteopathisch im so genannten Delegationsverfahren (die Behandlung steht unter der Leitung, Kontrolle und Verantwortung des beteiligten Arztes).

Osteopetrose
Verdickung der Knochenstruktur durch Unterfunktion knochenabbauender Zellen.

Osteoporose
„Knochenschwund“; Verminderung der Gesamtknochenmasse; Abbau der Knochensubstanz; Osteoporose führt zu einer stark gesteigerten Bruchgefährdung der Knochen.

Osteosynthese
operative Vereinigung von Knochenfragmenten (nach Knochenbruch) durch beispielsweise Verschrauben

Osteotomie
Durchtrennung von Knochen

otoakustische Emissionen (OAE)
Vom Innenohr ausgehende, sehr leise Töne, die durch Schwingungen der Haarzellen erzeugt werden.

ovoid
eiförmig

Ozon-Sauerstoff-Therapie
Abgenommenes Blut wird mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und dem Patienten zurückgespritzt. Dies soll die Abwehrkräfte stärken und das Blut „erfrischen“.

0621-71 27 27

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